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Silvana Greco © FU

Auf Einladung des Institutes für Judaistik der Freien Universität Berlin, des Topoi Excellence Cluster sowie des Zentrums Jüdische Studien Berlin-Brandenburg fand am 8.2.2017 eine Vorführung des Dokumentarfilms Play again“ und eine anschliessende Diskussion mit dem Regisseur und Drehbuchautor Cesare Israel Moscati und der Soziologin Professor Dr. Silvana Greco im Topoi Haus der F.U. statt.

Das Institut für Judaistik der Freien Universität hat sich seit Langem. Der Aufgabe gewidmet, die Facetten der Geschichte der Judaistik des 20.Jahrhundert, vor allem der Wirkungen der Shoa, zu erforschen.

Eine neue wichtige Perspektive zu diesem wichtigen Thema trägt Frau Professor Dr. Silvana Greco bei. Sie ist seit 2013 Lehrbeauftragte am Institut für Judaistik. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Soziologie des Judentums.

Nach einem Grusswort des Leiters des Institutes für Judaistik, Professor Dr. Giulio Busi, eröffnete Frau Professor Dr. Silvana Greco die Veranstaltung mit einem kurzen Einführungsvortrag. Sie verdeutlichte die schwerwiegenden psychosozialen Leiden der Kinder und Enkel von Shoaüberlebenden und die Bewältigung ihrer Traumata durch die Aufarbeitung in Gesprächen, in Therapien und Musik als Ausdrucksform.

Cesare Israel Moscati

Die unterschiedliche soziale Funktion und die differenzierte individuelle Bewältigung der Vergangenheit der 2. und 3. Generation von Shoaüberlebenden innerhalb der Familienstruktur ist Schwerpunkt der Untersuchungen von Professor Greco.

Erste qualitative Studien zu diesem Thema erschienen erst gegen Ende der 90. Jahre.

Umso bedeutsamer ist der Beitrag zu diesem Thema, den der Film „Play again. The moral strength of the children of the Shoah been to keep living“,2015 des italienisch-israelischen Regisseurs Israel Cesare Moscati leistet.

Moscati, Analytischer Psychotherapeut, Drehbuchautor und Regisseur und selbst Kind eines Shoaopfers, hat seit 2014 drei Dokumentare geschrieben und Regie geführt, die von Rai Cinema und Global Vision produziert worden sind:

  • The Ghettos-a mourning never led to development” 2014
  • A journey into the soul. The Children of the Shoa” 2014
  • Play again“ 2015

Diese 3 Dokumentarfilme wurden mit Erfolg und emotionaler Beteiligung sowohl in mehr als 40 italienischen und französischen Schulen als auch in Jerusalem in Israel (am Gedenktag im Januar 2015) vorgeführt. Ausserdem waren am Shoa Gedenktag (5. Juli 2015) für die Deportation der französischen Juden von Paris nach Velodrome mehr als 1250 Personen anwesend während der 2 Tage, in denen die Vorführungen der Dokumentare projiziert wurden.

Ammon Weinstein

Der Film, in italienischer Sprache mit englischen Untertiteln oder in Deutsch, präsentiert in höchst eindringlicher und emotional berührender. Weise verschiedene Interviews Moscatis, selbst Betroffener, mit Kindern und Kindeskindern von Shoa opfern in Rom, Paris und Israel.

Er beginnt mit einem Gespräch mit dem Geigenbauer Ammon Weinstein, der Geigen ,auf denen in Konzentrationslagern musiziert wurden, renoviert hat und die nun in verschiedenen Konzerten zum Klingen gebracht wurden. Die Berichte der Kinder und Kinder der Kinder des Krieges“ und ihre tiefe Beziehung zur Musik, die ihnen bei der Bewältigung ihrer Traumata als Sprache dient, sind tief berührend.

Die an den Film anschliessende Diskussion mit dem Regisseur, übersetzt von Frau Professor Greco, zeigte, welch tief emotionale Wirkung eine direkte visuelle Begegnung mit Betroffenen auf die Zuschauer hatte. Sie im Gespräch zu erleben personalisieren sie eindringlich, mehr als alle Studien über sie es vermögen. Ihre Gedanken und Gefühle spiegeln die immer offenen Fragen nach einem Warum. Die Suche nach einer Antwort auf das Geschehen wird nie enden.

Es ist der Arbeit von Professor Greco und ihrer Zusammenarbeit mit Cesare Moscati zu verdanken, auf diesen wichtigen Beitrag zu einer Vergangenheitsbewältigung hinzuführen und den Film auch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht zu haben.

Leider fehlt dem Film in Deutschland noch ein Verleih, der ihn dann auch in den Kinos zeigen könnte!

The moral strength of the Children of the Shoah has been to keep living”.

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