© Simone Ghera

Nach den Ausstellungen in Madrid, Rom, Baku, Prag, Berlin, Paris, Sankt Petersburg, London, New York landen die Fotografien von Simone Ghera erneut in Berlin, im Rahmen der Ausstellung DANCER INSIDE BRAZIL, die in den berühmten Sälen der Brasilianischer Botschaft stattfindet. Die Ausstellung versteht sich als eine Art „Matroschka Puppe“, im Sinne, dass sie aus einer Pluralität von Nationalitäten und künstlerischen Sprachen am Schnittpunkt von Tanz, Fotografie, darstellenden Künsten und Architektur besteht.

Am Donnerstag, den 12. April 2018, um 18.30 Uhr findet eine kreative und originelle Vernissage statt, die eine Tanzdarbietung mit Begleitung von live gespielter Violine solo (ab 19.30 Uhr) umfasst. Die Ausstellung ist bis zum 4. Mai geöffnet.

 

© Simone Ghera

DANCER INSIDE entstand 2008 und entwickelte sich im Lauf der Jahre zu einem internationalen Projekt, das Institutionen und Partner aus aller Welt mit involvierte. Bei jeder neuen Ausstellung von Dancer Inside wurde dem Titel des Ereignisses der Name der Stadt oder der Nation, an die sie sich wendet, hinzugefügt. Auch bei dieser neuen Gelegenheit hebt noch einmal der Fotograf Architekt mit seinen ganz in Schwarzweiß gehaltenen Aufnahmen die beschwörende Kraft des Tanzes hervor, dessen Dynamik, die sich aus dem Zusammenspiel von gegensätzlichen und aufeinander abgestimmten Formen ergibt, dadurch erzeugt wird, dass die Tänzer und Tänzerinnen in ein ganz neues architektonisches und strukturelles Umfeld eingefügt werden. (Treppen, Gebäude, industrielle Gerüste, perspektivische Darstellung, usw.).

Während einerseits der Tanz als eine Universalsprache betrachtet werden kann, die überall reproduzierbar und verständlich ist, verkörpert die Architektur andererseits eigentlich einen Ort, ein Land, weil sie die unveränderliche Struktur der Seele von Völkern und Kulturen offenbart. Diese eigentümliche Dichotomie fokussiert Ghera mit peinlicher Genauigkeit durch das Objektiv seiner Kamera, mit dem er Tänzerinnen verschiedener Nationalitäten aufnimmt, die fremd in der Stadt, in der sie fotografiert werden, und zugleich frei im architektonischen Raum sind, der durch die Linien und die Projektionsebenen des Tanzes aufgebaut wird.

Die Bilder scheinen schwerelos zu sein, und manchmal ist es sogar schwierig  zu verstehen, welcher der Stützpunkt und welcher der Beobachtungspunkt ist.  Die Fotos werden während der Proben, der Unterrichtsstunden, der alltäglichen Übungen geschossen, der Horizont ist fast immer schief und bietet daher verschiedene, neue Gelegenheiten zur Beobachtung von Details:  der Schweiß der Tänzer und Tänzerinnen, der Ausdruck der Augen während der Übungen an der Stange und die Entspannungsmomente werden immer mit sinnlicher Eleganz festgehalten.  Es gibt keine Bühne oder plastische Stellungen, Gheras Bilder bringen etwas Verschiedenes vom Gewöhnlichen zum Ausdruck, es geht hier um einen unterschiedlichen Gesichtspunkt, von dem aus er mit einem weder banalen noch klischeehaften Blick die Seele der Tänzerin einfangen will.

© Simone Ghera

Die Ausstellung bildet eine wertvolle Sammlung von Aufnahmen, die ihren Hintergrund nicht nur in Brasil, sondern auch in der ganzen Welt haben: Europa (Madrid, London, Paris, Rom, Berlin, Florenz, Mailand), USA (New York), Russland (Sankt Petersburg). Das Ereignis wird von verschiedenen institutionellen Partnern unterstützt,  darunter der italienischen Botschaft in Berlin, dem Italienischen Kulturinstitut  Berlin, der Architektenkammer Rom und Provinz, dem Haus für die Architektur, dem Italienischen Tanzverein, der nationalen Tanzakademie, dem brasilianischen Tanzverein São Paulo Companhia de Dança , Mediascena Europa.

 

Simone Ghera, geboren 1959 in Rom, beschäftigte sich sehr früh mit Fotografie, indem er in die Fußstapfen des Vaters trat. Durch die Verfeinerung der Entwicklungsverfahren in seinem kleinen Dunkelzimmer und die Ausarbeitung von sich auf den weißen Blättern kontrastreich abzeichnenden Bildern konzentrierte Ghera im Lauf der Jahre seine Aufmerksamkeit auf die Verwendung des Lichtes, das er als einen der kreativsten Aspekte der Fotografie betrachtet.

Er besuchte dann die „Römische Schule für Fotografie”, wo er die Gelegenheit hatte, insbesondere das auf die Tanz-und Architekturwelt fokussiertes Projekt “ Dancer Inside“ zu entwickeln. Weitere Arbeiten, die er in den letzten Jahren parallel entwickelt hat, sind: „Tanzen und Reiten „, „Danza Y Tauromaquia“(Tanz und Stierkamp),“Tänzerinnen in anderen Umständen“. Die nächsten anspruchsvollen Projekte für 2018 umfassen eine Reihe von Ausstellungen, die in Riga (Mai), Genf (Juni) und Moskau (September) stattfinden werden.

www.simonegheraphotography.com

Instagram: @simone­_ghera.

Facebook: Simone Ghera

 

Wann: von 12.04 bis 4.5.2018

(Montags-Freitags  10:00-18:00)

Vernissage

Donnerstag 12.4 2018 Um 18:30

(bis 22:00)

Wo: Embaixada do Brasil – Brasilianische Botschaft

(Wallstrasse, 57 – 10179 Berlin)

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